unsere Linie im Aikido


Ueshiba

Morihei Ueshiba (1883-1969)

Beschreibt man eine Linie, braucht diese ersteinmal ihren Anfang und diesen legte dieser Mann:

Ueshibas Familie stand in direkter Tradition der Samurai, die sich als Führer der militärischen Klasse zur Einhaltung eines strengen ethischen Kodex (Loyalität, Disziplin und respektvolles, ethisches Verhalten) verpflichteten. Ueshiba lernte über dreissig verschiedene Kriegskünste (darunter Daitoryu Aiki Jujutsu bei Sokaku Takeda) , war Soldat im russisch-japanischen Krieg und kämpfte gegen Piraten und Banditen in der Mongolei, bevor Visionen sein Bild vom perfekten Krieger grundlegend veränderten...

Ueshiba modifizierte die Techniken des Daitoryu und verknüpfte sie mit seinen Kenntnissen anderer Stilrichtungen. Aus der Synthese dieser Kampfkünste entwickelte er zunächst ein System mit der Bezeichnung Aiki-Bujutsu. In der Bevölkerung war er aber als Ueshiba-ryū Aiki-Bujutsu bekannt.

 

Ueshiba verfeinerte seine Kampfkunst bis zu seinem Tode. Die spirituelle Entwicklung trat dabei immer mehr in den Vordergrund und wirkte sich auch auf die Techniken aus, was nicht zuletzt auf diverse einschneidende Erlebnisse zurückzuführen ist: Im Frühling 1925 habe Ueshiba nach einem Kampf, während dessen er die Bewegungen des Gegners vorhersehen konnte, eine Erleuchtung erfahren, über die sein Sohn Kisshōmaru berichtet: „Plötzlich hatte er das Gefühl, in goldenem Licht zu baden, das sich vom Himmel über ihn ergoss“ und ihm wurde „die Einheit des Universums mit dem eigenen Selbst klar, und er verstand der Reihe nach die anderen Prinzipien, auf denen das Aikido basiert.“

Er änderte den Namen von Aiki-Bujutsu in Aiki-Budo. Ende der 1920er-Jahre hielt Ueshiba Kampfkunstkurse in Tokio ab, wo er in den 1930er-Jahren das Kobukan-Dojo unterhielt. Mit der Beteiligung Japans am Zweiten Weltkrieg zog sich Ueshiba nach Iwama zurück, wo er sich dem Landbau zuwandte und ein weiteres Dōjō eröffnete. Um 1941 fand der Name Aikido erstmals Erwähnung.

 

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Die Linie der Schüler von Ueshiba O´Sensei ist lang.

Schüler aus frühesten, frühen, mittleren und späten Perioden seines Werdens und seiner Kunst.

Die direkten Schüler, die Schüler der direkten Schüler, die Schüler der Schüler der Schüler...

Bekannte, weniger bekannte, alte, neue, traditionelle, moderne,...Sie alle gehen und gingen auf einem individuellen Pfad auf dem Weg dieser Kampfkunst. Manche gründeten ihren eigenen Stil andere bleiben ihrer "Linie" treu. "

Aikido Linie - Aikido Journal

 

So viele "Stile", Ausprägungen und Ausrichtungem es im Aikido auch immer gibt, so unterschiedlich diese sie in ihrer Individualität auch sein mögen, gerade deshalb beleben sie alle auf ihre einzigartige Weise den Geist des Aikido, entwickeln sich und gehen ihren Weg.

Alle haben sie recht, wenn sie sagen, sie machen das "einzig wahre" Aikido.

Aikido ist wie das Leben selbst, es ist dynamisch, es fließt, Verändert sich, passt sich an.

Es möge sich nur nicht allzuweit dabei vom Geist des Budo und damit von der Kampfwirksamkeit entfernen.

Denn nur wenn man "zu zerstören" weiß und es bewusst sein-lässt, ist echter Pazifismus möglich, dann ist jede Angst dahin

und Liebe ist möglich. Und die zerstört nicht, sie verbindet. Erst das "Misogi", dann die Verbindung. Transformation statt Translation." S.Lesser

 

So beschränken wir uns an dieser Stelle auf unseren Haupteinfluss.

Auf "unseren" Shihan", dem Lehrer unserer Lehrer im Shinki Dojo Weiler:


Nakajima

Michael Daishiro Nakajima (geboren 1943 in Tokio/ Japan)

beschäftigt sich Kindheit an mit Kampfkunst. Angefangen mit Sumo über Karate bis hin zu Aikido,

Daitoryu Aiki Jujutsu und Kenjutsu (Ittoryu).

Während des Philospohiestudiums beginnt Nakajima Sensei 1970 mit dem Aikidotraining im Aikikai Honbu Dojo/Tokyo und lernt hauptsächlich bei den Meistern Koichi Tohei, Yasuo Kobayashi, Masando Sasaki, Seiichiro Masuda und Seishiro Endo. Er kommt nach Deutschland um an Phil.-Theol. Hochschule in Frankfurt am Main Theologie zu studieren. 1978 begegnet er Meister Kenji Shimizu und wird sein Auslands-Uchideshi und Tendoryu-Repräsentant in Europa. Fünf Jahre später trennt er sich wieder von Meister Shimizu und gründet das Shinki Dojo als Zentral-Dojo des Shinkiryu Aikido. Er beginnt eigene Techniken zu entwickeln und lernt gleichzeitig bei den Meistern Seigo Yamaguchi, Morihiro Saito, Nobuyoshi Tamura, Kyoichi Inoué und Takeshi Kimeda zu lernen.

1994 tritt er durch die Vermittlung von Yamaguchi Shihan zusammen mit allen Schülerinnen und Schülern wieder in den Aikikai ein.

Seine Linie nimmt den Namen Aikido Shinki Rengo an.

 

"Technisch folgen wir der Entwicklung des Meisters Morihei Uéshiba. Dabei achten wir sowohl auf die kampftechnische Schärfe der Vorkriegszeit als auch auf die Bewegungsdynamik der Nachkriegszeit. Wir vermeiden dabei sowohl unnötige Eckigkeit und Brutalität als auch bloße schöne Tanzbewegung. Wir vergessen die harte Realität der Gewalt in unserer Welt nicht, streben aber stets nach Gewaltlosigkeit und Harmonie." M.D.Nakajima

 

2013 wird Aikido Shinki Rengo vom Aikikai Honbu Dojo offiziell als Mitglied anerkannt.

2014 wird er vom Aikikai Honbu Dojo durch Doshu Moriteru Uéshiba zum Shihan ernannt

2016 wird er durch den Doshu Moriteru Ueshiba zum 7. Dan Aikido graduiert.

 

Daneben ist er Shihan und 9. Dan in Daitoryu Aiki Jujutsu, Europa Repräsentant der Bokuyokan Linie und Hoshu des Kenjutsu Itto-den Shinki Toho.

Er ist Gründer und Leiter des Shinkiryu Aiki Budo und leitet regelmäißig Lehrgänge in Aikido, Daitoryu und Kenjutsu im In- und Ausland.

 

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