Kenjutsu (ab 16 Jahre)


Kenjutsu bedeutet Schwertkunst und steht für den realitätsnahen Umgang mit dem japanischen Schwert. Diese alte Kriegskunst diente früher ausnahmslos dazu im Kampf zu siegen. Es stand also der körperliche Aspekt im Vordergrund.

 

Nachdem das Land von den drei Reichseinigern befriedet wurde (ab 1600) und das gemeine Volk entwaffnet wurde, trat der Gebrauch des Schwertes im weiter in den Hintergrund. In dieser Zeit entwickelten sich auch das sportliche Kendo und das meditative Iaido, bei dem die geistige und spirituelle Weiterentwicklung im Vordergrund steht.

 

Kenjutsu bezeichnet keinen spezifischen Stil, sondern ist ein Sammelbegriff, der alle japanischen Schwertkampfformen umfasst. Übersetzt bedeutet er soviel wie Schwert (Ken) Technik (jutsu). In diesen klassischen Kampfkunst-Schulen (Ryu oder Ryha), deren Tradition oft mehrere hundert Jahre zurückreicht, gibt es keine sportlichen Wettkämpfe.

  • Gesundheit des Ausübenden

  • Körperliches Training

  • Geistige Schulung durch konzentriertes Üben

  • Realistischer Umgang mit dem Schwert

  • Schulung der Achtsamkeit und Aufmerksamkeit

  • Charakterliche Weiterentwicklung

 

Im Mittelpunkt des Trainings steht die intensive Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten des eigenen Körpers und der Handhabung des Schwertes. Hat man ein gewisse Vertrauen im Umgang mit dem Holzschwert gewonnen, kommen zum Einzeltraining auch Partnerübungen hinzu. In den sogenannten Katas sind die Prinzipien und Strategien der Schule enthalten. Durch das kontinuierliche Üben der Katas entwickelt man nach und nach ein Gefühl für den korrekten Abstand, das ideale Timing sowie für einen angemessenen Kraftaufwand. Es geht darum, intuitiv anwenden zu können, was man im Training geübt hat.

 

 

Auch schon zu Zeiten, als die Samurai noch Ihr Können auf dem Schlachtfeld oder in Duellen unter Beweis stellen mussten, war das Üben der Kata eine Methode des risikoarmen Trainings. Die genau festgelegten Bewegungsabläufe der Kata sind alles andere als tote Formen. Ein stupides Wiederholen der auswendig gelernten Schritte und Schläge führt zu nichts. Die Kata muss jedes Mal von Neuem entdeckt und mit Leben gefüllt werden. Nur so ist es möglich über die Jahre immer wieder neue Aspekte zu entdecken und sich selbst weiter zu entwickeln.

 

Heutzutage, fehlt das Regulativ des „echten“ Kampfes. Daher ist es für den Schwertschüler umso wichtiger sich den Katas mit ganzer Hingabe zu widmen und das eigene Können immer wieder zu hinterfragen.

 

Im Kenjutsu entwickelt man die nötige Gelassenheit, um in unsicheren, ungewissen Situationen souverän zu agieren.

 

Ziele setzen und mit den Konsequenzen umgehen können, führt zu Agilität in Körper und Geist.

 

Dazu gehört auch der souveräne Umgang mit Fehlern.

 

 

Der größte Gegner lauert dabei in uns selbst, denn ohne Disziplin und Selbstbeherrschung wird man seine Ziele nicht erreichen. In kritischen Situationen das wesentliche vom weniger wichtigen zu unterscheiden und angemessen zu handeln ist beim Kenjutsu entscheidend.

 

Durch das Üben dieser Kampfkunst werden Qualitäten wie Mut, Entschiedenheit, Rücksicht, Bescheidenheit, Aufmerksamkeit, Klarheit, Konzentration, Stabilität, Gleichgewicht, innere Ruhe, sowie vor allem das Ki gefördert.

 


 

Wann

MITTWOCH

19:15 - 21:15h