Sokaku Takeda


der GRünder des Daitoryu Aiki Jujutsu

 Sokaku Takeda [1859-1943] war von Kindheit an ein Vollblutkampfkünstler.

Bereits als Junge lernte er Sumo, Bojutsu, Ona-ha Ittô Ryû, eine Schwertkampfkunst, die in Aizu die Grundlage der Samuraiausbildung war; und selbstverständlich Daitôryû, dass er warscheinlich von seinem Vater und von Saigô Tanomo lernte.


Ittô Ryû hat einen starken Bezug zu Daitôryû Aiki Jujutsu.
So finden sich in deren Überlieferungsschriften bereits detaillierte Erklärungen zum Thema Aiki. Später lernte er dann Jikishinkage Ryû bei Sakakibara Kenkichi, ebenfalls eine Schwertkunst mit stark spirituellem Einschlag.


Im weiteren Verlauf seines Lebens verbrachte er viel Zeit auf Reisen.

Auf diesen Reisen durch Japan hat Sōkaku stets seine Fähigkeiten getestet und verbessert. Er besuchte unzählige Dōjo, um dort zu lernen, oder um sich mit den dortigen Meistern zu messen. Aber er schulte auch beständig seine geistig- spirituellen Fähigkeiten durch Meditation und asketisches Training. Seine Schwertkunst erreichte eine hohe Perfektion und er wurde als „der kleine Tengu aus Aizu" bezeichnet und gefürchtet. (Ein Tengu ist ein langnasiger Dämon, bekannt für seine Perfektion in den Kampfkünsten.)

 

In der Folge begann er dann in großem Rahmen seinen persönlichen Stil zu unterrichten. Seine Schüler, deren Zahl in die Tausende ging (man geht aufgrund der Siegel und Unterschriften in den eimeiroku (Teilnehmerlisten in Buchform) von mehr als 30.000 Personen aus), waren hauptsächlich Meister anderer Kampfkünste sowie hochgestellte Persönlichkeiten aus Politik und Militär. Auch Morihei Ueshiba, der Begründer des Aikido, zählte zu seinen Schülern.

Er starb am 25. April 1943 im Alter von 83 Jahren, während er in der Aomori-Präfektur lehrte.


Sôkaku Takeda war der Inbegriff des effektiven Kämpfers. Er ließ keine Gelegenheit zu einem Kräftemessen aus und wurde dabei nie geschlagen. In seiner Kunst liegt die Basis für die technische Effizienz des Aikidô.